Ökonomische Analyse des Schiedsverfahrensrechts Besonderheiten schiedsgerichtlicher Verfahren und ihre Auswirkungen auf die Gesamtwohlfahrt

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Simon Fink

Abstract

Der Beitrag versucht, prozessuale Besonderheiten in Schiedsverfahren hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Gesamtwohlfahrt zu untersuchen. Dabei wird ein von Michael Adams zur Klärung der Frage, warum sich Parteien für Prozesse entscheiden und welche positiven externen Effekte staatliche Zivilprozesse haben können, entwickeltes Modell zugrunde gelegt und auf besonders augenfällige Unterschiede zwischen staatlichen und Schiedsverfahren angewandt. Es wird herausgearbeitet, dass Schiedsverfahren zwar der stärkste positive externe Effekt staatlicher Prozesse, die Reduzierung von Rechtsunsicherheit durch Veröffentlichung von Gerichtsurteilen, aufgrund der überwiegenden Geheimhaltungsmaxime der Schiedsszene fehlt. Dieser Nachteil kann aufgrund des sich auch auf die Gesamtwohlfahrt auswirkenden starken Interesses der Parteien an Geheimhaltung allerdings teilweise aufgewogen werden. Strukturell unterschiedliches Risikoverhalten verschiedener Parteien, dem in staatlichen Prozessen durch Prozesskostenhilfe begegnet wird, kann ebenfalls zumindest teilweise durch privatwirtschaftlich organisierte Instrumente ausgeglichen werden.


Der Beitrag ist für alle Leser:innen mit Interesse an zivilprozessualen Fragestellungen, insbesondere am Schiedsverfahrensrecht, sowie für alle, die sich für vom Üblichen abweichende Herangehensweisen an juristische Fragestellungen interessieren, auch ohne tiefergehende Vorkenntnisse im Bereich der ökonomischen Analyse des Rechts von Relevanz.

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